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fors.earth | 08.11.2019

Sedimentmanagement der Donau: Gemeinsam für ein gesundes Flusssystem

Stakeholder Workshop DanubeSediments

LfU-Projektteam von links nach rechts: Dr. Gabriele Schwaller, Michael Außendorf, David Singer, Hanna Skiba; ganz rechts: Dr. Alexis Katechakis (fors.earth)

Herausforderung

Der Transport von Flussablagerungen, sogenannten Sedimenten, ist ein natürlicher Prozess in Flusssystemen. In den vergangenen Jahrzehnten führten starke flussbauliche Maßnahmen zu großen Veränderungen der natürlichen Sedimentablagerungen in der Donau und ihren Zuflüssen. Diese Veränderungen wirken sich u.a. negativ zum Beispiel auf die Binnenschifffahrt, die Wasserkraft, den Hochwasserschutz und den Naturschutz aus.

Lösung

Da zehn verschiedene Länder zum Donaueinzugsgebiet gehören, wurde ein internationaler Lösungsansatz benötigt, der 2017 durch das transnationale, EU-geförderte Interreg Projekt „DanubeSediment“ gestartet wurde und vom LfU (Bayerisches Landesamt für Umwelt) begleitet wird. Wichtiger Bestandteil des Projekts waren die nationalen Stakeholder-Workshops mit Teilnehmern aus verschiedensten Fachrichtungen, die sowohl 2017 als auch 2019 von fors, respektive Dr. Alexis Katechakis, moderiert und mitgestaltet wurden.

Impact

Durch die Stakeholder-Workshops wird eine Plattform für Wissens- und Technologietransfer bereitgestellt und fachübergreifende sowie länderübergreifende Zusammenarbeit gefördert. Gute Praxismaßnahmen und innovative Technologien werden angestoßen sowie Kooperationspartner für Forschung und Verwaltung gefunden. Diese wurden u.a. in einem sogenannten „Donau-Café“ erarbeitet bzw. hinsichtlich Wirkung und Umsetzbarkeit bewertet und priorisiert. Am Ende des Projekts wird ein Leitfaden zum Sedimentmanagement in der Donau stehen, der Bewirtschaftungspläne und Hochwasserrisikomanagement beeinflussen wird.

LfU Danubesediments